Julierpass
(Pas dal Güglia)

Scheitelhöhe / Höhenunterschied

2284 m (ADAC / Denzel, 21te. Ausgabe)
von Tiefencastel (CH) ca.
1400 m !!! / von Silvaplana (CH) ca. 450 m

Straßentyp

Sehr gut ausgebaute Passstrase mit Randabsicherungen an Gefahrstellen

Straßenbelag / -güte

Asphalt (durchgehend) / staubfrei / wenige Belagwechsel / sehr homogener Asphalt und fast keine Straßenschäden.

Anforderungsgrad (siehe Link)

AS 1 (sehr leicht zu befahren / sehr gut für Einsteiger)

Geöffnet von/bis (laut ADAC)

Ganzjährig

Fahrbahnbreite

5 - 7.5 m

Kehren

ca. 8 auf der Nordrampe / ca. 3 auf der Südrampe

Länge der Strecke

43 km von Tiefencastel (CH) bis Silvaplana (CH)

Steigungsmaxima

Von beiden Seiten max. 10 %
(ADAC / Denzel, 21te Ausgabe)

Anfahrts-Empfehlung

Von Nordwesten über Tiefencastel (CH), vorher San Bernardino (CH) oder Splügenpass (CH / I).

Anfahrts-Alternative

Von Südosten über Silvaplana (CH), vorher Maloja- oder Albula- oder Berninapass.

Denzel-Kennziffer

139 (Denzel, 21te Ausgabe)

Tips und Hinweise

Diese Verbindungsstrasse zwischen Chur und dem Oberengadin wurde 1820 - 1840 erbaut. Münzfunde belegen jedoch, dass schon die Römer diesen und den benachbarten Septimerpass als Alpenübergang genutzt haben. Der ADAC empfiehlt diese Strecke nicht als Durchgangsstrecke zu befahren, scheinbar gibts hier viel Verkehr. Die Nordrampe zeigt sich in einem typischen Treppenprofil mit kurzen Steigungen und darauf folgenden längeren Flachstücken. Die Bilder im Denzel, 20te. Ausgabe machen Lust auf mehr und zeigen eine sehr gute Straßenqualität. Zu sehen gibt es unter anderem die Berninagruppe mit Piz Bernina (4049 m) und in Richtung Westen den Piz Platta (3392 m).

Meine Bewertung

Der Julierpass wurde von uns am 18.06.2001, leider bei Regen und Graupel in den oberen Lagen befahren. Die Piste von Tiefencastel (CH) bis Bivio (CH) zeigt sich in gewohnt guter schweizer Qualität. Wenige Kehren wechseln sich mit weiten Kurven ab. Bis in die mittleren Lagen besonders geeignet für die Knieschleiferfraktion :-) Das letzte Drittel zeigt sich ähnlich gut ausgebaut, jetzt jedoch mit mehr Kurven und Kehren, die bei trockener Straße bestimmt höllisch Spaß gemacht hätten. Auf der Passhöhe nur ein kurzer Stopp für Regenklamotten und Passfoto und nichts wie ab ins Tal. Jeder andere Pass wäre lebensgefährlich gewesen bei diesem Wetter. Der Julierpass ist auch gut geeignet für eine Befahrung bei schlechtem Wetter, obwohl ich das Keinem gönne ;-) Am 05.07.2009 haben wir uns nochmal über den Julier gewagt, diesmal aber bei Sonnenschein. Hat Spass gemacht, aber leider ist dieser Pass ein wenig langweilig, da einfach zu gut ausgebaut (Autobahn).
Fazit : Gehört in jedem Fall mit ins Graubünden-Programm und stellt eine gute Alternative zum Albulapass dar - für sich alleine eher langweilig.

Gefahren und besondere Hinweise

Als meistfrequentierte Zufahrt in Engadin wahrscheinlich sehr befahren, am Besten außerhalb der Ferienzeit und nicht am Wochenende. Überholen ist aber kein Problem, da autobahnähnlich ausgebaut.

Panoramabilder

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Graubünden (CH)